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VORANZEIGE
Samstag, 27. Juni 2020
Preisverleihung Wakkerpreis 2020 des Schweizer Heimatschutzes an die Stadt Baden
im Rahmen einer öffentlichen Feier in Baden

Wakkerpreis 2020 - Stadt Baden - Schweizer Heimatschutz

Raum für Menschen: Wakkerpreis 2020 an die Stadt Baden AG

Zürich/Baden, 14. Januar 2020
Der Schweizer Heimatschutz zeichnet die Stadt Baden AG mit dem Wakkerpreis 2020 aus. Die verkehrsgeplagte Zentrumsstadt hat mit klugen Investitionen in öffentliche Freiräume Lebensqualität zurückgewonnen.

Die Altstadt von Baden ist seit jeher ein Verkehrsknotenpunkt. Was einst ein Standortvorteil war, drehte der steigende Autoverkehr ins Gegenteil um: Mit täglich 50'000 Fahrten ist der Schulhausplatz am Rande der Altstadt heute eine der dichtest befahrenen Kreuzungen in der Schweiz.
Die Stadt Baden kann die nationale und kantonale Verkehrsplanung nur sehr beschränkt beeinflussen. Sie hat ob der Verkehrsbelastung jedoch nicht resigniert, sondern ein eigenes, starkes Bewusstsein für den Wert ihrer öffentlichen Freiräume entwickelt. Über viele Jahre hinweg hat Baden seither konstant und beharrlich in die Aufwertung der Plätze und Strassenräume investiert.
Der innere Stadtkern ist heute vom Auto befreit, Strassen und Plätze mit hoher Aufenthaltsqualität machen das Zentrum lebenswert, historische Garten- und Parkanlagen werden sorgsam gepflegt und in den Entwicklungsgebieten entstehen neue öffentliche Freiräume.

Baden gibt die autogerechte Stadt den Menschen zurück
Die Altstadt zwischen Schlossbergplatz und Schulhausplatz hat sich zum lebendigen Arbeits-, Einkaufs- und Wohnort gewandelt. Die sicht- und erlebbaren Qualitäten sind das Resultat einer vorausschauenden Politik, einer kontinuierlichen Planung und dem Willen der Stimmberechtigen, Geld zu sprechen für eine attraktive Innenstadt.
Historische Parkanlagen als Teil der Identität und Stadtgeschichte
Das Engagement der Stadt Baden für die öffentlichen Freiräume zeigt sich ebenso im respektvollen Umgang mit ihren historischen Gärten und Parks. Die kontinuierliche Pflege nach gartendenkmalpflegerischen Vorgaben sorgt für deren langfristigen Unterhalt und sichert ein wichtiges Stück Stadtgeschichte.
Öffentliche Freiräume in Entwicklungsgebieten sichern
Mit dem 2003 eröffneten Trafoplatz und dem geplanten Brown-Boveri-Platz macht die Stadt deutlich, dass eine qualitätsvolle Verdichtung nur gelingen kann, wenn die Bevölkerung im Gegenzug hochwertige Freiräume erhält. Das Bekenntnis der Stadt, in Entwicklungsarealen auch dort zu investieren, wo nicht in erster Linie zusätzliche gewinnbringende Nutzflächen zu erwarten sind, ist vorbildlich für Siedlungsentwicklungen in der ganzen Schweiz.
Die offizielle Preisübergabe findet am 27. Juni 2020 im Rahmen einer öffentlichen Feier in Baden statt.
Rückfragen:
Stefan Kunz, Geschäftsführer Schweizer Heimatschutz, Tel. 079 631 34 67
Markus Schneider, Stadtammann Baden, Tel. 076 345 91 32

Pressetext sowie Fotografien in Druckqualität: www.heimatschutz.ch/medien
Weitere Aufnahmen bei Keystone (kostenpflichtig): visual.keystone-sda.ch

Bild 1: Blick auf die Badener Altstadt
(© Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)

Bild 1: Blick auf die Badener Altstadt
Die Stadt Baden liegt eingebettet zwischen der Limmatklus und dem Juraausläufer. Die Hochbrücke und die Bruggerstrasse bilden eine Zäsur um den Ortskern. Sie laufen im Schulhausplatz am Eingang der Altstadt zusammen.
(© Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)

Bild 2: Schulhausplatz mit Cordulapassage und vorgelagertem Cordulaplatz
(© Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)

Bild 2: Schulhausplatz mit Cordulapassage und vorgelagertem Cordulaplatz
Der umfassend neu gestaltete Schulhausplatz ist ein starkes Stück Stadtreparatur. Eine grosszügige unterirdische Passage verbindet seit 2018 die Vorstadt wieder mit der Innenstadt, während weiterhin täglich 50'000 Fahrten auf der Kreuzung gezählt werden.
(© Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)

Bild 3: Weite Gasse
(© Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)

Bild 3: Weite Gasse
Einst führte kein Weg durch Baden an der Weiten Gasse vorbei. Wo sich früher Autos, Busse und Menschen um den beschränkten Platz stritten, wird heute flaniert, in Cafés gesessen und eingekauft. Dank der Neugestaltung des Schulhausplatzes konnte seit kurzem auch der regionale Busverkehr aus der Einkaufsstrasse genommen werden.
(© Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)

Bild 4: Schlossbergplatz und Schlossbergpassage
(© Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)

Bild 4: Schlossbergplatz und Schlossbergpassage
«Blinddarm» wurde die unwirtliche Unterführung beim Bahnhof Baden genannt. Aus einer tristen Betonwüste und einem wenig attraktiven Transitraum ist ein lebendiger Platz geworden, der als Drehscheibe zwischen Bahnhofsquartier und Altstadt funktioniert.
(© Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)

Bild 5: Theaterplatz
(© Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)

Bild 5: Theaterplatz
Wo einst Autos parkierten, flanieren heute Menschen über den Theaterplatz und geniessen die Aussicht über die Limmat. Dieser neue Freiraum am Rand der Innenstadt wurde durch den Bau eines Parkhauses im Untergrund ermöglicht, auf dessen Dach sich der Platz heute erstreckt.
(© Gaëtan Bally/Schweizer Heimatschutz)

Bild 6: Kurpark
(© Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)

Bild 6: Kurpark
Der Kurpark, der sich zwischen Bahnhof und Bäderquartier aufspannt, entstand zur Blütezeit des Kurbetriebes am Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist er ein gepflegter grosszügiger Erholungsraum mit beachtlichem Baumbestand für die gesamte Bevölkerung. Ein Parkpflegewerk regelt den angemessenen und denkmalpflegerisch korrekten Unterhalt der Anlage.
(© Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)

Bild 7: Alter Stadtfriedhof
(© Christian Beutler/Schweizer Heimatschutz)

Bild 7: Alter Stadtfriedhof
Der «Alte Stadtfriedhof» stand bei seiner Erstellung 1821 weit abseits des Stadtkerns. Heute liegt er inmitten der wachsenden Wohn- und Arbeitsgebiete. Mit subtilen und feinfühligen Interventionen erhielt die geschützte Gartenanlage 2013 eine neue Bestimmung als ruhiger Erholungsort und Quartierspielplatz.
(© Christian Beutler/Schweizer Heimatschutz)

Bild 8: Trafoplatz
(© Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)

Bild 8: Trafoplatz
Der 2003 eröffnete Trafoplatz ist Treffpunkt und offener Veranstaltungsraum auf dem Areal der einstigen BBC. Im Zuge der weiteren Entwicklungen im Gebiet wird der Trafoplatz in den kommenden Jahren um den benachbarten Brown- Boveri-Platz ergänzt.
(© Pierre Marmy/Schweizer Heimatschutz)

Der Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes
Der Schweizer Heimatschutz vergibt jährlich einer politischen Gemeinde den Wakkerpreis. Das Preisgeld hat mit CHF 20'000 eher symbolischen Charakter; der Wert der Auszeichnung liegt vielmehr in der öffentlichen Anerkennung vorbildlicher Leistung.
Erstmals ermöglicht wurde der Wakkerpreis 1972 durch ein Vermächtnis des Genfer Geschäftsmannes Henri-Louis Wakker. Seither sind weitere Legate eingegangen, dank denen der Schweizer Heimatschutz den Preis bis heute vergeben kann.
Der Wakkerpreis zeichnet Gemeinden aus, die bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können. Hierzu gehören insbesondere das Fördern gestalterischer Qualität bei Neubauten, ein respektvoller Umgang mit der historischen Bausubstanz sowie eine vorbildliche Ortsplanung, die Rücksicht auf die Anliegen der Umwelt nimmt.
Nach Laufenburg (1985), Turgi (2002), Aarau (2014) und Rheinfelden (2016) geht der Wakkerpreis zum fünften Mal an eine Gemeinde des Kantons Aargau.

Über den jeweiligen Preisträger entscheidet die Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten des Schweizer Heimatschutzes auf Antrag des Vorstands.
Die Kommission Wakkerpreis empfiehlt den jeweiligen Preisträger zuhanden des Vorstands.
Mitglieder der Fachkommission für den Wakkerpreis des Schweizer Heimatschutzes:
Daniela Saxer, dipl. Architektin ETH/SIA (Vorsitz), Zürich
Pierre Feddersen, dipl. Architekt ETH/SIA, Zürich
Dr. Brigitte Moser, Kunsthistorikerin, Zug
Christian Bischoff, dipl. Architekt ETH, Genf
Stefan Koepfli, Landschaftsarchitekt BSLA, Luzern
Kurzinformationen zu allen bisher vergebenen Wakkerpreisen:
www.heimatschutz.ch/wakkerpreis

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